Mit Version 1.6 macht Mobile MA den nächsten Schritt in Richtung eines iOS-nativen Music-Assistant-Clients. Das Update bringt zwei Schwerpunkte mit: Live Activities für die systemweite Sichtbarkeit der Wiedergabe und eine deutlich verbesserte Genre-Ansicht für das Stöbern in großen Bibliotheken.
Live Activities: Das, was gerade läuft, immer im Blick
Das größte sichtbare Feature sind Live Activities. Sobald auf dem heimischen Music-Assistant-Server Musik läuft, erscheint die aktuelle Wiedergabe direkt auf dem Lock Screen und in der Dynamic Island – inklusive Cover, Titel und Interpret. Ein kurzer Blick aufs iPhone reicht, um zu sehen, was gerade spielt – ohne die App zu öffnen oder das Gerät zu entsperren.
Das ist genau die Art von Integration, die iOS seit Jahren anbietet und die bei einem selbstgehosteten Musik-Setup bisher fehlte. Wer Mobile MA im Alltag zwischen Küche, Wohnzimmer und Büro nutzt, wird den Unterschied sofort spüren: Die Fernbedienung wird unsichtbar, die Information bleibt sichtbar.
Unter der Haube respektiert die Live Activity die Architektur von Mobile MA. Es werden keine Metadaten in die Cloud gespiegelt, nichts verlässt das lokale Netz. Die selbstgehostete Philosophie bleibt erhalten, während die App die System-Integration nutzt, die iOS 17 ohnehin mitbringt. Technisch wurde die Live Activity in ein eigenes Modul ausgelagert – damit ist auch der Weg für künftige Widgets und Home-Screen-Komponenten frei.
Genres: Ein neuer Weg durch die Bibliothek
Der zweite große Schwerpunkt von Version 1.6 sind Genres. In Bibliotheken, die über Jahre wachsen, sind Genres oft der unterschätzte Zugang zur eigenen Musik: Man weiß nicht immer, was man hören will – aber man weiß meistens, in welcher Stimmung man ist. Genau dort setzt das Update an.
Die Genre-Darstellung wurde grundlegend überarbeitet. Libraries mit vielen oder ungewöhnlich benannten Genres werden jetzt sauber gruppiert und lassen sich zuverlässig durchstöbern. Subgenres werden korrekt zugeordnet, Dubletten durch unterschiedliche Schreibweisen verschwinden, und auch größere Bibliotheken laden flüssig.
Für Nutzer mit heterogenen Sammlungen – Vinyl-Rips, gekaufte Alben, Streaming-Integrationen über Music Assistant – ist das ein echter Gewinn. Anstatt immer wieder dieselben Alben oder Playlists anzusteuern, lädt die überarbeitete Genre-Ansicht dazu ein, die eigene Bibliothek tatsächlich wieder zu erkunden: von Hip-Hop und Jazz über Elektronik bis zu Nischen-Genres, die sonst untergehen.
Detailarbeit und Stabilität
Neben den beiden Schwerpunkten wurde unter der Haube deutlich aufgeräumt. Die Test-Abdeckung ist stark gewachsen: Ein ausgebauter Unit-Test-Katalog schützt Wiedergabelogik, Queue-Handling und Favoriten vor Regressionen bei künftigen Updates. Produkt-Identifier und Projektstruktur wurden angepasst, sodass kommende Features auf einem stabileren Fundament aufsetzen können.
Für wen sich das Update lohnt
Wer Mobile MA bereits als Fernbedienung für seinen Music-Assistant-Server nutzt, bekommt mit 1.6 das bisher nahtloseste Erlebnis. Live Activities machen die App zur stillen Begleiterin im Alltag, die überarbeitete Genre-Ansicht öffnet die eigene Musiksammlung neu.
Version 1.6 ist ab sofort im App Store verfügbar. Voraussetzungen bleiben iOS 17 sowie ein erreichbarer Music-Assistant-Server im eigenen Netzwerk. Wie gewohnt gilt: keine Drittanbieter, keine Cloud, keine Accounts – nur die eigene Musik, auf dem eigenen Server, bedient vom eigenen iPhone.
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